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Glossar

Wort·erklärungen in Leichter Sprache

Hier werden schwere Wörter von dieser Inter·seite erklärt.

Die Erklärungen sind in Leichter Sprache.

Allgemeines Gleich·behandlungs·gesetz

Die Abkürzung für das Allgemeine Gleich·behandlungs·gesetz ist AGG. 
Dieses Gesetz schützt Menschen vor Diskriminierung.
Zum Beispiel vor Diskriminierung am Arbeits·platz. 
Vor Diskriminierung bei der Wohnungs·suche. 
Oder vor Diskriminierung im Alltag.

Das Gesetz schützt vor Diskriminierung aus verschiedenen Gründen:

Weil eine Person aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen ist.
Weil die Familie einer Person aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen ist.
Weil die Person eine Frau ist.
Weil die Person ein anderes Geschlecht hat.
Weil die Person eine bestimmte Religion hat.
Weil die Person einen bestimmten Glauben hat.
Weil die Person eine Behinderung hat.
Weil die Person alt ist.
Weil die Person 
trans* oder 
inter* ist.
Weil die Person 
queer ist.
Vielleicht erlebt eine Person Diskriminierung im Alltag.
Und jemand sagt der Person:
Die Diskriminierung war keine Absicht.
Aber:
Darauf kommt es nicht an.
Es ist trotzdem eine Diskriminierung.

Das Gesetz schützt Menschen auch vor Belästigung und
sexueller Belästigung.

Alters•diskriminierung

Alters·diskriminierung bedeutet:
Man glaubt, etwas über einen Menschen zu wissen.
Wegen des Alters.
Man glaubt:
Diese Eigen·schaften haben junge Menschen.
Und diese Eigen·schaften haben alte Menschen.
Das schränkt Menschen ein.
Sie können dann nicht teilhaben.
Und sie können weniger selbst·bestimmt leben.

Trotzdem wissen viele Menschen wenig über Alters·diskriminierung.
Oder sie denken wenig darüber nach.
Alters·diskriminierung gehört zum Alltag vieler Menschen.
Und oft wird das als normal erlebt.
Viele Menschen sehen Alters·diskriminierung nicht als Problem.
Und darum ist es auch schwer, Alters·diskriminierung zu bekämpfen.

Anti·diskriminierung

Anti•diskriminierung bedeutet:

Anti ist griechisch.
Es heißt übersetzt: gegen.

Anti•diskriminierung bedeutet also:
Jemand tut etwas gegen Diskriminierung.
Zum Beispiel durch Beratung oder durch Informationen.

Anti·semitismus

Anti·semitismus bedeutet:
Jemand hat eine negative Wahr·nehmung von jüdischen Menschen.
Es sind Vor·urteile oder Hass gegenüber jüdischen Menschen.
Der Anti·semitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische Personen.
Oder gegen das Eigentum jüdischer Personen.
Oder gegen jüdische Ein·richtungen oder religiöse Ein·richtungen.

Das kann zum Beispiel bedeuten:
Jüdische Menschen werden beschimpft und beleidigt.
Sie werden bedroht.
Auf der Straße oder im Internet.
Es kann bedeuten:
Jüdische Menschen werden angegriffen.
Sie erleben Gewalt.
Oder es kann bedeuten:
Jüdische Gebäude werden beschädigt.

Anti·semitismus kann sich auch gegen Israel richten.
Denn Israel ist ein jüdischer Staat.

Anti·ziganismus

Anti·ziganismus bedeutet:
Sinti*zze und Rom*nja werden diskriminiert.
Sie erleben Ausgrenzung und Benachteiligung.
Sie erfahren Gewalt.
Das passiert an vielen verschiedenen Orten.
Und im Internet.
Die deutsche Regierung will das ändern.
Darum gibt es den Anti·ziganismus·beauftragten der Bundesregierung.

Bi·sexuell

Menschen, die sich in Männer und Frauen verlieben sind bi·sexuell.

blind, sehbehindert

In den deutschen Gesetzen steht:
Wann ist ein Mensch seh·behindert?
Wenn die Person auch mit einer Brille deutlich schlechter sehen kann als andere Menschen.
Die Person sieht nicht mehr als 30 Prozent im Vergleich zu anderen Menschen.

Es gibt auch die Bezeichnung hoch·gradig seh·behindert.
Das bedeutet: Die Person hat eine sehr starke Sehbehinderung.
Diese Personen sehen nicht mehr als 5 Prozent im Vergleich zu anderen Menschen.

Die Person kann noch weniger sehen?
Dann steht im Gesetz:
Diese Person ist blind.
Das bedeutet dann:
Die Person sieht nicht mehr als 2 Prozent im Vergleich zu anderen Menschen.
Diese Personen sehen dann fast nichts oder nichts.

Christopher Street Day, CSD

Christopher Street Day ist Englisch.
So spricht man das aus: Kris-toffer Striet Dey.
Die Abkürzung dafür ist CSD.
 
Die Christopher Street ist eine Straße in New York. Dort fand die erste Demonstration für die Rechte von queeren Menschen statt.
Das war im Jahr 1969.
Sie haben sich gegen Polizeigewalt gewehrt.
Und sie haben sich für ihre Rechte stark gemacht.

Das war ein ganz wichtiger Tag für queere Menschen.
Darum gibt es bis heute CSD Demonstrationen in vielen Städten auf der Welt.
Auch in Deutschland.
Besonders groß sind sie zum Beispiel in Berlin oder Köln.
 
Statt CSD kann man auch Pride zu einer solchen Demonstration sagen.
Pride ist das englische Wort für Stolz.
So spricht man es aus: Preid.

Coming Out

Coming out ist Englisch.
So spricht man es aus: Kamming aut.
Es heißt übersetzt: heraus·kommen.
Damit ist gemeint:
Man erzählt anderen davon, dass man schwul oder lesbisch ist.

Zuerst gibt es das innere Coming out.
Das bedeutet:
Jemand erkennt:
Ich bin schwul oder lesbisch.
Man erkennt die eigenen Gefühle.

Dann kommt das äußere Coming Out.
Dann entscheidet sich eine Person:
Ich erzähle anderen von meiner Sexualität.

David·stern

Der David·stern wurde nach einem früheren König benannt.
Nach dem jüdischen König David.

Man glaubt:
Er hatte dieses Zeichen auf dem Schild.
Also auf den Waffen der Soldaten.
Er sollte die Kämpfer beschützen.

Heute ist der David·stern ein Zeichen für den jüdischen Glauben.
In der Nazi·zeit mussten jüdische Menschen
einen gelben David·stern an ihrer Kleidung tragen.
Damit alle sie sofort als jüdische Menschen erkennen konnten.

Demonstration

Bei einer Demonstration gehen Menschen auf die Straße.
Sie zeigen so ihre Meinung.
Sie wollen zum Beispiel zeigen:
Ich setze mich für etwas ein.
Oder sie wollen zeigen:
Ich bin anderer Meinung.
Darum gehen sie mit vielen anderen Menschen zusammen auf die Straße.
Sie tragen Protest·schilder.
Oder sie rufen Protest·rufe.
So wollen sie zeigen:
Es muss sich etwas ändern.

Diskriminierung

Diskriminierung bedeutet:
Jemand behandelt Menschen schlecht.
Oder jemand beleidigt sie.
Manche Menschen haben schlechtere Chancen als andere Menschen.
Sie werden ausgeschlossen.
Zum Beispiel Menschen mit Behinderung. 
Oder Menschen aus anderen Ländern.
Oder Menschen mit einer anderen Religion.

Aber: 
Diskriminierung ist verboten.
Alle Menschen haben dieselben Menschen·rechte.
Man kann sich gegen Diskriminierung wehren.

Alle Menschen sind verschieden.
Darum machen auch alle Menschen unterschiedliche Erfahrungen mit Diskriminierung.
Und es wird zu wenig über Diskriminierung gesprochen.

Viele Menschen haben Vorurteile.
Sie glauben, etwas über einen anderen Menschen zu wissen.
Auch wenn sie den Menschen gar nicht kennen.
Weil der Mensch zu einer bestimmten Gruppe gehört.
Oder weil er ein bestimmtes Aussehen hat.
Die Vorurteile haben nichts mit der einzelnen Person zu tun.
Aber durch diese Vorurteile erleben viele Menschen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Diskriminierung gehört zu ihrem Alltag.

Feminismus, feministisch

Das lateinische Wort Femina heißt übersetzt Frau.
Feminisms ist der Kampf für Gleich·berechtigung,
für Selbst·bestimmung und für Freiheit aller Geschlechter.

Männer haben an vielen Stellen mehr Rechte als Frauen.
Sie verdienen mehr Geld mit ihrer Arbeit.
Sie haben oft mehr Macht als Frauen.
Sie entscheiden öfter in der Politik.
Oder in großen Firmen.

In vielen Ländern der Welt können Frauen nicht frei entscheiden.
Männer treffen die Entscheidungen für sie.
In manchen Ländern dürfen Mädchen nicht zur Schule gehen.

Feminist*innen wollen das ändern.
Sie finden:
Menschen aller Geschlechter sollen die gleichen Rechte haben.
Männer.
Frauen.
Und Menschen, die von sich sagen:
Ich bin kein Mann und keine Frau.

Der Kampf für Feminismus kann viele verschiedene Formen haben.
Zum Beispiel diese:

  • Demonstrationen auf der Straße
  • Protest·aktionen
  • Gespräche mit Politiker*innen
  • Gespräche mit Firmen·chef*innen
  • Texte schreiben in Zeitungen oder auf Internet·seiten

Hetero·sexuell

Hetero·sexuell bedeutet:
Ein Mann verliebt sich in Frauen.
Und er will mit Frauen Sex haben.

Eine Frau verliebt sich in Männer.
Und sie will mit Männern Sex haben.

Das Wort hetero·sexuell kommt aus dem Griechischen.
Heteros heißt übersetzt: der andere oder ungleich.
Und Sex ist ein Wort für das Geschlecht eines Menschen.
Es bedeutet also:
Man verliebt sich in eine Person, die ein anderes Geschlecht hat als man selbst.

Imam

Imam ist ein arabisches Wort.
Übersetzt heißt das: Vorbild oder Modell.


Ein Imam ist das Ober·haupt einer muslimischen Gemeinde.
So wie ein Pfarrer in einer christlichen Gemeinde.
Oder ein Rabbiner in einer jüdischen Gemeinde.

Inter*

Die Erklärung für inter* ist:
Alle Menschen sind einzigartig.
Ihre Körper auch.
Trotzdem unterscheidet die Gesellschaft zwischen verschiedenen Körpern.

Diese Eigenschaften hat ein Frauen·körper:

  • Der Körper hat volles Kopf·haar.
  • Und runde Brüste.
  • Und schmale Schultern.
  • Und eine Vulva.
  • Ein Frauen·körper hat diese inneren Organe:
  • 2 Eier·stöcke
  • eine Gebär·mutter

Und diese Eigenschaften hat ein Männer·körper:

  • Der Körper ist behaart.
  • Und groß gewachsen.
  • Und er hat breite Schultern.
  • Der Körper hat einen Penis.
  • Und Hoden.

Aber:
Manche Körper passen nicht in diese Unterscheidung.

Zum Beispiel:
Vielleicht hat der Körper runde Brüste.
Und eine Vulva.
Und Hoden als innere Organe.

Oder ein Körper ist behaart.
Er hat eine flache Brust.
Und er hat eine Gebär·mutter.

Diese Körper haben mehr·deutige Eigenschaften.
Menschen mit einem solchen Körper nennen sich inter*.
Sie sind so geboren worden.

Inter·sektionalität

Die Erklärung für Inter·sektionalität ist:
An vielen Orten werden Menschen benachteiligt.
Das kann verschiedene Gründe haben.
Zum Beispiel:

Ein Mensch wurde in einem anderen Land geboren und ist nach Deutschland gekommen.
Ein Mensch hat eine andere Haut·farbe als die meisten anderen Menschen um ihn herum.
Ein Mensch hat eine andere Religion als die meisten anderen Menschen um ihn herum.
Ein Mensch ist arm.
Ein Mensch musste aus seiner Heimat flüchten.
Ein Mensch hat eine Behinderung.
Ein Mensch ist queer.
Ein Mensch ist nicht-binär.
Eine Person hat keinen guten Schul·abschluss und keine gute Ausbildung.
Benachteiligung kann viele verschiedene Gründe haben.

Und:
Manchmal treffen mehrere der Gründe auf die·selbe Person zu.
Zum Beispiel:
Ein Mann mit Down-Syndrom ist aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet.
Hier lebt er jetzt mit wenig Geld.
Oder:
Eine Frau hat dunkle Haut.
Und sie ist lesbisch.

Das bedeutet:
Mehrere Gründe für Benachteiligung treffen auf diese Personen zu.
Aus diesen Gründen hat die Person nicht die·selben Chancen wie andere Menschen.
Das nennt man Inter·sektionalität.

Jurist*in

Eine Juristin hat Jura studiert.
Sie kennt sich gut mit Rechten und Gesetzen aus.
Eine Anwältin ist eine Juristin.

Late Bloomers

Late Bloomers Ist ein englisches Wort.
Übersetzt heißt das etwa: Spät·zünder.
Es bedeutet:
Eine Person erkennt die eigene Sexualität erst recht spät im Leben.
Und dann führt sie ein anderes Leben.

Zum Beispiel:
Eine Frau war immer in Partner·schaften mit Männern.
Sie hat jung geheiratet.
Und sie hat 2 Kinder bekommen.
Aber mit 52 Jahren merkt sie:
Sie hat sich in eine Frau verliebt.
Sie trennt sich von ihrem Mann.
Und sie entscheidet:
Sie will in Zukunft als lesbische Frau leben.
Von dieser Frau kann man sagen:
Sie gehört zu den Late Bloomers.
So spricht man das Wort aus: leyt bluhmers.

Lesbisch

Lesbisch bedeutet:
Eine Frau verliebt sich in Frauen.
Nicht in Männer.
Sie will Sex mit Frauen haben.
Vielleicht will sie mit einer Frau in einer Partnerschaft zusammen·leben.

Man kann auch sagen:
Lesbische Frauen sind homo·sexuell.
Das bedeutet:
Sie verlieben sich in eine Person mit dem·selben Geschlecht.
Die Frauen nennt man auch Lesben.

LSBT*IQ

LSBT*IQ ist eine Abkürzung.
Dafür stehen die Buchstaben:

  • L steht für lesbisch.
    Also für Frauen, die Frauen lieben.
  • S steht für schwul.
    Also für Männer, die Männer lieben.
  • B steht für bi·sexuell.
    Also für Menschen, die sich in Männer und Frauen verlieben.
  • steht für trans*.
    Ein Mensch wird geboren.
    Gleich nach der Geburt sagen Ärzt*innen:
    "Es ist ein Junge!"
    Oder: "Es ist ein Mädchen!"
    So bestimmen sie das Geschlecht vom Baby.
    Oft stimmt das.
    Aber die Ärzt*innen irren sich manchmal.
    Und der Mensch hat ein anderes Geschlecht.
    Oder er hat mehrere Geschlechter.
    Diese Menschen nennen sich trans*.
    Hier wird das Wort noch genauer erklärt.
  • * Das Sternchen steht für Verschiedenartigkeit.
    Alle Menschen sind unterschiedlich und empfinden Dinge unterschiedlich.
    Auch diese Menschen sollen mit der Abkürzung gemeint sein.
    Dafür steht das Sternchen.
  • I steht für inter*.
    Inter* Personen haben verschiedene Körpermerkmale.
    Manche Körper·merkmale von männlichen Körpern.
    Und manche Körper·merkmale von weiblichen Körpern.
    Hier wird das Wort noch genauer erklärt.
  • Q steht für queer.
    Queer ist eine Selbst·bezeichnung.
    Schwule, lesbische, trans* und inter Menschen benutzen es für sich.
    Und viele andere Menschen auch.
    So zeigen sie:
    Wir sind verbunden.
    Hier wird das Wort noch genauer erklärt.

Muslimisch

Jemand glaubt an den Islam.
Dann ist die Person muslimisch.
Diese Person nennt man auch Muslim oder Muslima.
Das heilige Buch im Islam ist der Koran.
Gott wird im muslimischen Glauben Allah genannt.

Mutter·sprache

Mutter·sprache ist die erste Sprache einer Person.
Diese Sprache lernet man als kleines Kind.
Zum Beispiel:
Ein Baby wird in Frankreich geboren.
Seine Eltern sprechen Französisch.
Und alle Menschen um das Baby herum auch.
Darum lernt das Kind Französisch als erste Sprache.
Man kann auch sagen: Französisch ist seine Mutter·sprache.

Netti·quette

So spricht man das Wort aus: Netti·kette.
Das Wort Netti·quette setzt sich aus 2 Wörtern zusammen:
Net ist das englische Wort für Internet.
Und etiquette ist das französische Wort für Benimm·regeln.

Die Netti·quette sind Regeln.
Regeln für den Austausch im Internet.

Menschen können sich im Internet Nachrichten schreiben.
Sie können chatten.
Oder sich private Nachrichten schicken.
Oder Kommentare schreiben bei Instagram und Facebook.

Die Netti·quette bedeutet:
Dabei achten die Menschen auf Respekt und Höflichkeit.

Das ist ein Beispiel für die Regeln der Netti·quette:

  • Niemand wird beleidigt oder bedroht.
  • Schreiben Sie keine Hass·kommentare.
  • Behandeln Sie andere beim Schreiben freundlich und mit Respekt.
  • Achten Sie die Privatsphäre der anderen im Internet.

Vielleicht hält sich jemand nicht an die Regeln der Netti·quette?
Das kann dann bedeuten:
Die Person wird auf der Internet·seite gesperrt.
Sie kann anderen dort keine Nachrichten mehr schreiben.

Nicht-binär

Die Erklärung für nicht-binär ist:
Viele Menschen glauben:
Es gibt Männer.
Und es gibt Frauen.
Und sonst nichts.

Aber das stimmt nicht.
Es gibt mehr als 2 Geschlechter:
Manche Menschen sind Frau und Mann zugleich.
Oder sie haben ein anderes Geschlecht.
Oder sie haben kein Geschlecht.
Diese Menschen nennen sich nicht-binär.

Podcast

Podcast spricht man so aus: Pod-kaast.
Das Wort Podcast setzt sich aus 2 Wörtern zusammen:
iPod und Broadcasting.
Ein iPod ist ein Gerät zum Musik·hören.
Und Broad·casting ist das englische Wort für Rund·funk.
Rund·funk ist ein anderes Wort für Radio und Fernsehen.

Man kann sagen:
Ein Podcast ist eine Radio·sendung im Internet.
Man kann sie hören, wann man will.
Nicht nur zu einer bestimmten Uhr·zeit.

Queer

Das Wort queer ist eine Selbst·bezeichnung.
Zum Beispiel diese Menschen benutzen das Wort queer für sich:

  • schwule Männer
  • lesbische Frauen
  • bi·sexuelle Menschen
  • trans* Menschen
  • inter* Menschen

Mit dem Wort queer wollen sie zeigen:
Wir sind eine Gemeinschaft.
Wir fühlen uns verbunden.

Queer·feindlichkeit

Queerfeindlichkeit bedeutet:
Jemand grenzt queere Menschen aus.
Jemand beleidigt queere Menschen.
Jemand hat Vorurteile gegenüber queeren Menschen.
Die Person findet: 
Queere Menschen gehören nicht dazu.

Rom*nja

Rom*nja sind eine Gruppe von Menschen.
Sie leben in Deutschland und in vielen anderen Ländern.
Sie sind vor sehr langer Zeit aus Indien nach Europa gekommen.
Früher nannte man diese Gruppe von Menschen anders.
Sie wurden in Deutschland Zigeuner*innen genannt.
Heute wird dieses Wort nicht mehr benutzt.
Viele Rom*nja finden das Wort nicht gut.
Sie finden: Es ist eine Beleidigung.

Das Wort Rom wird für einen Mann benutzt.
Also zum Beispiel: 
Er ist Rom.

Das Wort Romni wird für eine Frau benutzt.
Also zum Beispiel: 
Sie ist Romni.

Das Wort Roma oder Rom*nja wird für eine Gruppe von Menschen benutzt.
Man kann auch sagen: 
Die Worte Roma oder Rom*nja sind die Mehrzahl von Rom oder Romni.
Also zum Beispiel: 
Diese Gruppe von Menschen sind Roma.
Oder:
Diese Gruppe von Menschen sind Rom*nja.

Zur Mehrzahl gibt es verschiedene Meinungen.
Manche Gruppen benutzen lieber das Wort Roma.
Und andere Gruppen benutzen lieber das Wort Rom*nja.

Die Mehrzahl soll für Männer funktionieren.
Und für Frauen.
Und für Menschen mit anderen Geschlechtern.

Sexismus

Sexismus ist eine Form von Diskriminierung.
Manche Männer glauben:
Männer sind Frauen überlegen.
Das verändert, wie sie mit Frauen umgehen.
Sie glauben: Männer haben mehr Rechte.

Sexuelle Belästigung

Sexuelle Belästigung bedeutet:
Eine Person wird belästigt.
Weil die Person eine Frau ist.
Oder weil die Person ein anderes Geschlecht hat.

Das kann zum Beispiel bedeuten:
Eine Frau läuft die Straße entlang.
Ein Mann geht an ihr vorbei und sagt:
„Du hast einen geilen Arsch!“
Der Mann sagt es zu ihr, weil sie eine Frau ist.
Zu einem Mann würde er es nicht sagen.
Der Mann denkt vielleicht:
Es ist ein Kompliment.
Aber das ist es nicht.
Es ist sexuelle Belästigung.

Sexuelle Belästigung kann auch bedeuten:
Jemand fasst mich an.
Ohne dass ich es will.

Schwul

Schwul bedeutet:
Ein Mann verliebt sich in Männer.
Nicht in Frauen.
Er will Sex mit Männern haben.
Vielleicht will er mit einem Mann in einer Partnerschaft zusammen·leben.

Man kann auch sagen:
Schwule Männer sind homo·sexuell.
Das bedeutet:
Sie verlieben sich in eine Person mit dem·selben Geschlecht.
Die Männer nennt man auch Schwule.

Sinti*zze

Sinti*zze sind eine Gruppe von Menschen.
Sie leben in Deutschland und in vielen anderen Ländern.
Früher nannte man diese Gruppe von Menschen anders.
Sie wurden in Deutschland Zigeuner*innen genannt.
Heute wird dieses Wort nicht mehr benutzt.
Viele Sinti*zze finden das Wort nicht gut.
Sie finden: Es ist eine Beleidigung.

Das Wort Sinto wird für einen Mann benutzt.
Also zum Beispiel: 
Er ist Sinto.

Das Wort Sinta wird für eine Frau benutzt.
Also zum Beispiel: 
Sie ist Sinta.

Das Wort Sinti oder Sint*zze wird für eine Gruppe von Menschen benutzt.
Man kann auch sagen: 
Die Worte Sinti oder Sint*zze sind die Mehrzahl von Sinto oder Sinta.
Also zum Beispiel: 
Diese Gruppe von Menschen sind Sinti.
Oder:
Diese Gruppe von Menschen sind Sint*zze.

Zur Mehrzahl gibt es verschiedene Meinungen.
Manche Gruppen benutzen lieber das Wort Sinti.
Und andere Gruppen benutzen lieber das Wort Sinti*zze.
Die Mehrzahl soll für Männer funktionieren.
Und für Frauen.
Und für Menschen mit anderen Geschlechtern.

Tradition

Tradition bedeutet:
Etwas wird schon sehr lange so gemacht.
Zum Beispiel:
Die Tänze wurden schon vor sehr lange Zeit auf diese Weise getanzt.
Oder:
Menschen stellen schon seit langer Zeit an Weihnachten einen Weihnachts·baum ins Haus.
Die Tradition wird weiter·gegeben.
Und Menschen machen etwas immer wieder auf die·selbe Weise.

trans*

Die Erklärung für trans* ist:
Ein Mensch wird geboren.
Gleich nach der Geburt sagen Ärzt*innen:
"Es ist ein Junge!"
Oder: "Es ist ein Mädchen!"
So bestimmen sie das Geschlecht von einem Baby.
Oft stimmt das.
Aber die Ärzt*innen irren sich manchmal.
Und der Mensch hat ein anderes Geschlecht.
Oder er hat mehrere Geschlechter.
Diese Menschen nennen sich trans*.

Widerstand in der Nazi·Zeit

Widerstand in der Nazi·zeit bedeutet:
Jemand hat sich in der Nazi·zeit gegen die Politik der Partei NSDAP gewehrt.
Diese Person hat die Nazis bekämpft.
Dieser Widerstand konnte viele verschiedene Formen haben.
Zum Beispiel:

  • Texte schreiben gegen die Politik der Nazis
  • jüdische Menschen und andere Verfolgte unterstützen
  • Menschen bei der Flucht vor den Nazis helfen
  • Waffen der Nazis zerstören
  • Geheimnisse der Nazis weiter·geben

Widerstand gegen die Nazis war sehr gefährlich.
Es gab schwere Strafen dafür.
Auch die Todes·strafe.

Zentral·rat der Juden in Deutschland

Der Zentral·rat der Juden in Deutschland
vertritt jüdische Menschen in Deutschland.
Er wurde im Jahr 1950 gegründet.
Er hat mehr als 90 Tausend Mitglieder.

Das Ziel des Zentral·rats der Juden in Deutschland ist:
Jüdisches Leben soll sichtbar sein in Deutschland.
Und alle Menschen sollen ihren jüdischen Glauben frei leben können.

Zeichen·erklärungen

·
Dieses Zeichen nennt man Medio·punkt.
Er trennt lange Wörter.
Zum Beispiel so:
Stellen·anzeige.
So kann man lange Wörter besser lesen.
Man liest die Wort·teile einzeln.
Man kann die Wörter so leichter lesen und verstehen.
Beim Lesen hört man den Medio·punkt nicht.

*
Dieses Zeichen ist das Gender·sternchen.
Mit dem Gender·sternchen wollen wir zeigen:
Wir wollen mit unseren Texten alle Menschen ansprechen.
Männer.
Frauen.
Und Menschen, die sagen:
Ich bin kein Mann und keine Frau.
Alle sind gemeint.

So benutzen wir das Gender·sternchen:
Besucher*innen.

Beim Lesen hört man das Gender·sternchen.
Man macht eine kleine Pause im Wort.
So: Besucher [Pause] innen.